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Baumann

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Donnerstag, 6. Dezember 2018, 09:22

Sonderpädagogik und Bildungsforschung – Fremde Schwestern?

Die vergleichsweise schnelle, überraschende und erklärungsbedürftige Institutionalisierung der Bildungsforschung1 brachte viel Bewegung in die Diskurse der Disziplin Erziehungswissenschaft. Unlängst fragte ein ganzes Themenheft unserer Fachgesellschaft nach dem „Beitrag der Erziehungswissenschaft zur Bildungsforschung“ (DGfE, 2018). Überraschenderweise fehlt in diesem Themenheft die Sonderpädagogik, obwohl unsere Disziplin sicherlich etwas zu ihrem Verhältnis zur Bildungsforschung zu sagen hat. Aber was ist dieses „Etwas“? Zur Beantwortung dieser Frage wollen wir die diskursive Arbeit am Spannungsverhältnis von Sonderpädagogik und Bildungsforschung in den Mittelpunkt unserer Tagung stellen. Unsere Ausgangsthese: Sonderpädagogik und Bildungsforschung können in Anlehnung an Terhart (2002) als „fremde Schwestern“ bezeichnet werden, deren Verhältnis einerseits durch Unklarheiten und Entfremdungen und andererseits durch Gemeinsamkeiten und Überschneidungen gekennzeichnet ist. Diskurse über dieses Verhältnis könnten zur Weiterentwicklung der Sonderpädagogik und der Bildungsforschung beitragen.

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